12.
Feb.
2012
Ein Eishockeyspiel ohne Abwehr zu gewinnen, ist bekanntlich sehr schwer. Der Club spielte beim Auftritt in Bad Muskau fast ohne eine solche und ermöglichte es damit den Lausitzern, das Spiel mit 7:6 (1:2/3:2/3:2) zu gewinnen.
Der Club bestritt das zweite Spiel an diesem Wochenende mit einem etwas veränderten Kader. Gregor Wemken und Gerd Stodiek fehlten, dafür waren Jacob Schindler, André Petters und Frank Fiolka mit von der Partie. Es fehlten aber wieder wichtige Spieler, vor allem einige Topscorer.
Der Club hatte den besseren Start in dieses Spiel und bestimmte in den ersten Minuten das Geschehen. Verdienter Lohn war das 0:1 durch Tim Harloff, der nach 3 Minuten ins Tor traf. Nach einigen Minuten kamen die Gastgeber besser ins Spiel, was zum Teil auch daran lag, dass beim Club die Linie verloren ging. Das 1:1 durch Michel Groba in der 10. Minute war die Folge der Schwächephase der Berliner. Die große Chance zur erneuten Führung für den Club hatte Tim Harloff, aber er scheiterte mit einem Penalty an Eric-Ralph Pötsch im Tor der Gastgeber. Vier Sekunden vor der Drittelpause dann doch noch die etwas überraschende Führung für den Club, Steven Haucke schloss eine gute Kombination mit dem 1:2 ab.
Nach mehreren torlosen Minuten mit Chancen auf beiden Seiten ging es ab der 28. Minute Schlag auf Schlag. Zunächst glich Michel Groba zum 2:2 aus (28.), eine Minute später verlud Marc Müller den gerade eingewechselten Marcus Wolsch und erzielte das 2:3. Die Freude über diesen Treffer hielt aber nur 18 Sekunden, dann erzielte Michel Groba seinen dritten Treffer in diesem Spiel. Der Club gab nicht auf und konnte durch einen Überzahltreffer von Marco Jagnow wiederum in Führung gehen. Vielleicht hätte diese Führung länger gehalten, aber durch eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung hatte Bad Muskau zwei Spieler mehr auf dem Eis und diesen Vorteil nutzen sie aus. Eine Sekunde nach Ablauf der ersten Strafe erzielte Elias Grabein das 4:4. Warum der Club trotzdem weiter in Unterzahl spielen musste, wissen wohl nur die Schiedsrichter. Vielleicht hatten die Herrschaften vom Kampfgericht und die Streifenhörnchen ja Schwierigkeiten beim Umrechnen der Uhrzeit…
So ging es mit einem ausgeglichenen Spielstand in das letzte Drittel. Auch hier zeigten die Schiedsrichter zwar eine recht eigenartige Leistung, die der Berliner Abwehr war aber noch schlechter. Zwar konnte André Petters die Berliner nach 44 Minuten mit 4:5 in Führung bringen, Martin Güttler erzielte aber eine Minute später in Unterzahl nach einem Fehler der Berliner den Ausgleich. Michel Groba konnte für die Gastgeber weitere vier Minuten später das 6:5 erzielen. Der Club kämpfte und kam durch den guten Steven Haucke in Überzahl zum 6:6-Ausgleich (54.). Nach einem erneuten Fehler in der Abwehr war es Michel Groba, der mit seinem dritten Treffer in diesem Spiel den 7:6-Siegtreffer erzielte. Diese Niederlage war unnötig, aber auch auf Grund der schwachen Abwehrleistung verdient. Der 3. Platz und damit die Qualifikation für den Oberligapokal ist nun gefährdet. Am kommenden Wochenende finden die letzten Vorrundenspiele statt. Der Club muss am Samstag um 15:30 Uhr im Paul-Heyse-Stadion bei FASS Berlin 1b antreten und empfängt am Sonntag um 16:00 Uhr an gleicher Stelle den ETC Crimmitschau.
Schiedsrichter: A. Morlock, M. Morlock
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